
Wappen
Als Hinweis auf die
Burg Ließem, die
1525 an die Familie
von Enschringen fiel,
ist im Schildhaupt der
Zinnenschnitt
aufgenommen.
Das Enschringer Wappen
war siebenmal von
gold und rot geteilt
und mit einem
schwarzen Löwen
überdeckt, so wie im
unteren Schildteil
dargestellt.
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Verbandsgemeinde Bitburg-Land
Ortsgemeinde Ließem
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Geschichte |
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Als "Liudesheim" erscheint der Ort 1016 erstmals in einer Urkunde. Das Schloss "Leyseim" wird
im Jahre 1316 als luxemburgischer Lehenssitz des Grafen von Schönecken genannt. Danach
gelangt die Burg an Erzbischof Balduin von Trier, der sie Mitte des 14. Jahrhunderts zerstört.
Reste der heutigen Anlage gehen auf den sich anschließenden Neuaufbau zurück. Bis zur
französischen Zeit stand die Herrschaft Ließem unter luxemburgischer Landeshoheit. Die
Franzosen machten 1803 die Ließemer Burg zum Sitz der Biersdorfer Mairie, ab 1816 Bürgermeisterei Biersdorf. 1856 kam die Bürgermeisterei zum Amt Bickendorf, welches seit
1970 mit weiteren 4 Ämtern die Verbandsgemeinde Bitburg-Land bildet.
1473 gab es drei steuerpflichtige Feuerstellen, wenige Jahre später sind zwei Haushalte
überliefert. Mitte des 19. Jhd. hatte der Ort 76 Einwohner und neun Wohnhäuser. 1895 wurden
110 Einwohner gezählt, deren Zahl 1971 auf 77 zurückging und heute bei etwa 100 liegt.
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Sehenswürdigkeiten |
Der älteste Teil der mit ehemals von Gräben umgebenen Wasserburg (Foto) entstand nach
Zerstörung einer älteren Burg durch Erzbischof Balduin 1353. Das Turmhaus aus dieser Zeit
wurde 1525 durch Dieter oder Johann von Enschringen in den Neubau eines Herrenhauses
einbezogen. Im Innern der Burg befinden sich u.a. eine Takenanlage aus der Zeit um 1600 sowie
zwei reichlich gegliederte Kamineinfassungen des 18. Jhd.
Vor der Burg befindet sich eine Pietà aus Sandstein von 1893 (Foto).
Die Burg befindet sich seit Mitte des 20. Jhd. im Privatbesitz der Familie Lichter.
Im Ort selbst befinden sich noch die Naturdenkmäler "Platane" im Burgbereich sowie "300jährige
Eiche" am Hause Johann Meyer.
Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört auch die restaurierte Bogenbrücke (Foto) über den
Ehlenzbach.
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