Bitburg-Land 09.01.2003

24 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Bitburg-Land vom Hochwasser betroffen


Blick auf Wißmannsdorf

Bei dem Hochwasser zwischen dem 01. und 03. Januar 2003 war die Verbandsgemeinde Bitburg-Land in 24 Ortsgemeinden mit teilweise erheblichen Schäden im privaten wie im öffentlichen Bereich betroffen. Besonders hohe Schäden entstanden an der Burg Rittersdorf, hier stand das Wasser einen Meter hoch im gastronomischen Bereich, der Campingplatz und die Sportanlagen in Oberweis, die Sportanlagen in Bettingen sowie das Sägewerk in Bettingen waren komplett überflutet. Zudem war die Wasserversorgungsleitung, die in der Nähe von Bettingen durch die Prüm führt zerstört, sodass die Bettinger zunächst ohne Wasserversorgung waren. Von dem Hochwasser wurde auch an der Hüttinger-Mühle erheblicher Sachschaden angerichtet. In der Ortsgemeinde Seffern waren alle Anlieger an der Nims durch die Flut belastet. Die Fußgängerbrücke über die Nims wurde aus der Verankerung gerissen und von den Fluten weggespült. Mehrere Straßen waren stundenlang überflutet und mussten komplett gesperrt werden. Andere Straßen waren wegen Erdrutsch über einen größeren Zeitraum nicht passierbar.


Campingplatz Oberweis

31 Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde waren im Einsatz um das Hochwasser einzudämmen, Schäden zu verhindern oder zu minimieren. Im Einsatz waren ca. 400 Feuerwehrleute, die teilweise bis zu 20 Stunden und darüber hinaus im Einsatz waren. In einigen Ortsgemeinden stellten sich auch Privatleute in den Dienst der Feuerwehr und halfen mit, die Schäden zu begrenzen. An verschiedenen Stellen war auch das Technische Hilfswerk (THW) eingesetzt, das unter anderem 2.000 Sandsäcke zur Verfügung stellte, um das Hochwasser zu bekämpfen.


Ortsgemeinde Wißmannsdorf

Bürgermeister Jürgen Backes verschaffte sich persönlich einen Überblick über die Schadenlage im Verbandsgemeindebereich. Gemeinsam mit Wehrleiter Hermann Schilz besuchte er am 03. Januar alle betroffenen Ortsgemeinden und bedankte sich bei den eingesetzten Feuerwehren vor Ort für den großartigen Einsatz und die Schadensbegrenzung. Besonders von dem Ideenreichtum und der Flexibilität der Einsatzkräfte war Bürgermeister Jürgen Backes angenehm überrascht.

Da zunächst ein Mangel an Sandsäcken bestand, wurden aus privaten Beständen Sandsäcke oder ähnliche Gerätschaften zur Verfügung gestellt, mit Sand gefüllt und an den Einsatzort gebracht. Teilweise errichtete man Dämme aus Stallmist, um das Wasser von neuralgischen Punkten fernzuhalten.

Die Schadenhöhe im privaten und im öffentlichen Bereich kann derzeit noch nicht beziffert werden.



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