Biersdorf am See - 27. Dezember 2001

Bürgermeister Willi Heyen ehrenvoll aus
seinem Amt als Bürgermeister verabschiedet.
Einführung seines Nachfolgers Jürgen Backes

In einer Feierstunde am 27.12. wurde nach 18 Jahren Amtszeit Willi Heyen als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bitburg-Land verabschiedet. Zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft waren zugegen, als Willi Heyen aus der Hand des 1. Beigeordneten Herbert Mohnen die Entlassungsurkunde erhielt. Für seine herausragenden Verdienste um das Wohl der Verbandsgemeinde, ihrer Ortsgemeinden und Einwohner erhielt Herr Heyen weiterhin eine Dankurkunde der Verbandsgemeinde.


Links: Herbert Mohnen übergibt die Dankurkunde der Verbandsgemeinde Bitburg-Land.
Rechts: Josef Biewer übergibt ein Abschiedsgeschenk der Ortsbürgermeister.

Günter Klein, der langjährige 1. Beigeordnete der Verbandsgemeinde, würdigte Willi Heyen als kooperativen und loyalen Kommunalpolitiker, der es immer mit Bravour verstanden habe, zunächst unlösbar erscheinende Schwierigkeiten und Probleme zu durchschauen, Zusammenhänge zu erkennen und die notwendigen Taten folgen zu lassen. Der Spruch "nichts geschieht ohne Risiko, aber ohne Risiko geschieht nichts", träfe besonders auf Herrn Heyen zu. In seiner Amtszeit habe Willi Heyen insbesondere große Leistungen und Erfolge auf dem Gebiet der Wasserversorgung, der Abwasserbeseitigung, im Fremdenverkehr, im schulischen Bereich mit der ständigen Modernisierung und Sanierung der Grund- und Hauptschulen und der Errichtung von Sporthallen, sowie im Brand- und Katastrophenschutz und dem Umweltschutz zu verzeichnen. Klein betonte, dass alle im Verbandsgemeinderat vertretene Fraktionen das Ausscheiden von Heyen bedauerten. Herr Heyen habe durch seine große Einsatzfreude und persönliches Engagement sich um das Wohl der Verbandsgemeinden und der Ortsgemeinden verdient gemacht.

Durch die vielen Ehrenämter, wie z. B. Verbandsvorsteher der Zweckverbände Feriengebiet Bitburger Land, Wasserzweckverband 5 Kyllgemeinden, Forstverband Bitburg-Land Süd, Nord und Geweberwald, Kindertagesstätte Wolsfeld, kommunaler Wirtschaftspark A 60 / Fließem, Fischereigenossenschaften Prüm und Obere Nims kam das Familienleben von Herrn Heyen jedoch zwangsläufig zu kurz. Herr Klein dankte dementsprechend auch Ehefrau Elvira Heyen, die durch ihre tolerante Art einen nicht unerheblichen Anteil zu dem Erfolg ihres Gatten beisteuerte.

Günter Klein wünschte Herrn Heyen für seinen kommenden Lebensabschnitt alles gute und vor allem nunmehr viel Zeit für seine Familie und für sein Hobby, dem Golfsport, an dessen Aufbau er im Bitburger Land ebenfalls in hohen Maße beteiligt war.


Bürgermeister Heyen und Backes mit Ehefrauen.

Josef Biewer, Bickendorf, der für die Ortsbürgermeister-Kollegen sprach, hob besonders das Engagement Willi Heyens während seiner Amtszeit auf dem Gebiet der Dorferneuerung hervor. Alleine im öffentlichen Bereich wurden hier fast 13 Millionen DM investiert, von den Bürgerinnen und Bürgern weitere 44 Millionen DM. In dem jährlichen Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" erhielten auf Bundesebene drei Gemeinden eine Goldplakette (Dockendorf, Meckel, Wiersdorf), was als Beleg dafür stehe, wie erfolgreich die Aufbauarbeit der VG auf diesem Sektor war. Josef Biewer bot abschließend dem neuen Bürgermeister eine offene und ehrliche Zusammenarbeit mit den Ortsgemeinden an.

Der Bürgermeister der Partnergemeinde Klein Strehlitz, Polen, Bruno Kurpiela, hatte die Reise-Strapazen auf sich genommen, um bei den Amtswechsel der Bürgermeister anwesend zu sein. Zur Überraschung von Bürgermeister Heyen hatte Bruno Kurpiela eine Urkunde für ihn im Gepäck. Auf Beschluss des Gemeinderates Klein Strehlitz vom 20.12.2001 wurde Willi Heyen zum Ehrenbürger der schlesischen Gemeinde ernannt. Diese Ehrenwürde verdeutlicht, dass Willi Heyen maßgeblichen Anteil an der Gründung der Gemeindepartnerschaft hat und dass darüber hinaus nicht nur auf dem Papier eine intakte Freundschaft zwischen den beiden Gemeindeverbänden besteht.

Landrat Roger Graef, die Landtagsabgeordneten Dr. Christoph Böhr und Monika Fink, Oberbürgermeister Helmut Schröer (Trier), vom Gemeinde- und Städtebund Bürgermeister Wilfried Mans (Konz) und Bürgermeister Hans-Michael Bröhl (Irrel) sowie Dechant Bernhard Schorck wussten anschließend die Verdienste Willi Heyens in ihren Ansprachen zu würdigen.


Links: Bürgermeister Heyen übergibt Herrn Backes die Ernennungsurkunde.
Rechts: Jürgen Backes erhält symbolisch den Schlüssel des Rathauses.

Der erste urgwählte Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bitburg-Land, Herr Jürgen Backes, erhielt während der öffentlichen Sitzung des Verbandsgemeinderates von dem noch bis zum 31.12. amtierenden Bürgermeister Heyen die Ernennungsurkunde. In seinem Ausblick auf seine Amtszeit unterstrich Herr Backes, dass Bitburg-Land eine Gemeinschaftsaufgabe sei und bot den Damen und Herren des Verbandsgemeinderates sowie den Ortsgemeinden dementsprechend seine Zusammenarbeit ausdrücklich an. In den Bereichen Tourismus, Gewerbeansiedlungen, Dorferneuerung und in der Daseinsvorsorge wurden in den vergangenen Jahren die notwendigen Weichen und Maßstäbe gesetzt, so Backes. Diese Entwicklung gelte es, weiter zu verfolgen und hieran anzuknüpfen. Ebenso sei die Förderung des ehrenamtlichen Engagements unverzichtbar für lebenswerte und lebendige Gemeinden.

Das Schlusswort des Festaktes gebührte Bürgermeister Heyen. Er nahm Abschied von Bitburg-Land, in dem er in 18 Jahren als Bürgermeister und in 19 Dienstjahren als Verwaltungsbeamter die Entwicklung der Verbandsgemeinde und der Ortsgemeinden begleiten und steuern durfte. Er dankte all denen, die ihm während dieser Zeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben, insbesondere den Beigeordneten und den Damen und Herren des Verbandsgemeinderates, für die faire und erfolgreiche Zusammenarbeit, auch über Parteigrenzen hinweg, wobei bei vielen kontroversen Diskussionen der Streit stets um die beste Lösung in der Sache gegangen sei. Auch die Ortsbürgermeister schloss Heyen in seine Dankesworte ein und betonte dabei, dass es für alle Pflicht und Bestreben war, für alle Bürgerinnen und Bürger nach besten Kräften zu wirken und zusammen zu arbeiten. Er dankte sich u.a. dem Personalratsvorsitzenden Helmut Becker stellvertretend für das gesamte Personal und stellte fest, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das wichtigste Kapital eines Unternehmens, einer Behörde, seien. Dem neuen Bürgermeister stehe eine eingespielte, motivierte Mannschaft zur Verfügung, womit eine gute Ausgangsposition für eine erfolgreiche neue Saison gegeben sei. Er wünschte dem ab 01.01.2002 amtierenden Bürgermeister Jürgen Backes alles gute in seinem Amt.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Bläsergruppe des Musikvereins Wolsfeld und dem Betriebschor der VG-Verwaltung.

An dem letzten Arbeitstag von Bürgermeister Heyen bei Bitburg-Land, am Freitag, den 28.12.2001, stand die letzte offizielle Amtshandlung von Bürgermeister Heyen auf dem Programm. In Anwesenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übergab er den Schlüssel des Rathauses an seinen Nachfolger Jürgen Backes (siehe Foto). (RSch)


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